65. Report-Ausgabe
Blick über den Tellerrand
Drohneneinsatz in der Sportplatzpflege:
Präzises Monitoring für gesunden Rasen
Der Einsatz von Drohnen in der Sportplatzpflege eröffnet neue Möglichkeiten, Ressourcen wie Wasser, Dünger und Arbeitszeit nachhaltig und gezielt einzusetzen. Durch präzises Monitoring des Rasenzustands können Pflegemaßnahmen bedarfsgerecht gesteuert und unnötige Belastungen für Umwelt und Budget vermieden werden.
Ein zentraler Vorteil ist die Erfassung der Fotosyntheseaktivität des Rasens. Mithilfe multispektraler Sensoren lassen sich Vegetationsindizes wie der NDVI berechnen, die Rückschlüsse auf den Chlorophyllgehalt und damit auf die Vitalität der Pflanzen erlauben. So entstehen Pflanzenvitalitätskarten der gesamten Platzanlage, die Unterschiede in Wachstum und Gesundheit sichtbar machen.
Diese Karten ermöglichen auch die gezielte Identifizierung von Stressarealen. Trockenstress, Nährstoffmangel oder Krankheitsbefall werden frühzeitig erkannt – häufig noch bevor sie visuell auffallen. Dadurch können Greenkeeper schnell reagieren und Schäden minimieren.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der effiziente Einsatz von Wasser. Durch die genaue Analyse der Boden- und Pflanzenzustände können Bewässerungsmaßnahmen bedarfsgerecht gesteuert werden. Gleiches gilt für den Einsatz von Stickstoff: Düngemittel werden nur dort ausgebracht, wo tatsächlich Bedarf besteht - das spart Kosten und schont die Umwelt.
Alle erhobenen Daten dienen zudem der Dokumentation der Pflanzenvitalität über längere Zeiträume hinweg. Veränderungen können nachvollzogen und Pflegemaßnahmen entsprechend angepasst werden. Besonders hilfreich ist hierbei die Darstellung der Ergebnisse als Luftkarten in WebGIS-Systemen, ergänzt durch präzise GPS-Daten. So können Platzbetreiber und Greenkeeper jederzeit auf aktuelle Informationen zugreifen und fundierte Entscheidungen treffen.
Insgesamt bietet der Drohneneinsatz im Monitoring eine innovative Grundlage für eine nachhaltige, präzise und ressourcenschonende Pflege von Sportplätzen.