Aktuelle-Meldung | 19.10.2026
INTERGREEN-Mitarbeiterschulung 2026: Fachwissen, Austausch & Praxis
„Herzlich willkommen zur INTERGREEN-Mitarbeiterschulung“, hieß es am 09. Oktober 2026 in der Bildungsstätte für den Gartenbau in Grünberg seitens des Vorstandes Bernd Hilgers. Es trafen sich die Kollegschaft der Sportplatzbranche nicht etwa online, sondern ganz in echt mit einer Gruppenstärke von ca. 40 Personen.
Zum Auftakt stand die Frage im Mittelpunkt: „Was ist dein bester Grund, hier zu sein?“ Und die Antworten spiegelten die Ziele der Schulung wider: Den Austausch untereinander fördern, Fachwissen ausbauen und neue Erkenntnisse in die tägliche Praxis übertragen.
Fachvorträge
Auf dem Programm standen Fachvorträge zu aktuellen Themen der Rasenpflege und der Qualitätssicherung sowie Einblicke in das Netzwerk der INTERGREEN AG.
Den Start übernahm Beate Licht mit ihrem Vortrag „Integrierter Pflanzenschutz – Bedeutung, Dokumentation & Ausblick“. Die Diplom Agraringenieurin ist Beraterin für Golf- und Sportrasen und unter anderem für die DEULA und die Hochschule Osnabrück im Studiengang Angewandte Pflanzenwissenschaften als Lehrende tätig.
Auch, wenn einige Teilnehmende bereits ein gutes Wissen zum integrierten Pflanzenschutz (IPS) mitbrachten, konnte Beate Licht insbesondere zu den Neuerungen bei der Dokumentationspflicht Wissenslücken schließen. Gerne weisen wir bezogen auf den IPS an dieser Stelle auf einen Artikel hin, den Frau Licht für den INTERGREEN-Report Ausgabe 63. verfasst hat:
Winterkrankheiten – Die hohe Bedeutung von Vorbeugung - INTERGREEN AG
Nach dem gemeinsamen Mittagessen zeigte Dr.-Ing. Verena Stengel das bestehende Netzwerk der INTERGREEN AG auf. Dazu gehören die langjährigen Partnerbetriebe als ausführende Unternehmen sowie die in 2026 integrierten Werbepartner. Mitgliedschaften bei der Deutschen Rasengesellschaft (DRG), der IAKS oder auch der RAL Gütegemeinschaft Sportrasensysteme aus Naturrasen schaffen weitere Synergien. Von Anfang an dabei ist die INTERGREEN AG auch im Beirat „Rasenwissenschaften“ an der Hochschule Osnabrück / Kompetenzzentrum Rasen (KORA). Das Auftreten auf Fachtagungen, wie der ADS oder der Sportinfra, schafft direkte Verbindung zum Kundenkreis.
Als einer der Werbepartner der INTERGREEN AG wurde Hendrik Herrmann von ProSementis begrüßt. Er stellte sich und das im Jahr 2004 gegründete Unternehmen persönlich vor und gab einen Einblick in die Arbeit. Als Produzent von hochwertigen Rasensaatgutmischungen steht ProSementis auch für die Herstellung individueller Saatgutmischungen für Stadien und Golfplätze. Fragen der Teilnehmenden bezogen sich auf trockenheitsverträgliche Mischungen. Und so machte Hendrik Herrmann aus seiner eigentlichen Firmenvorstellung noch einen Ausflug in die fachliche Diskussion und Beratung. Dank firmeneigener Versuchsflächen und Erfahrung in den Bereichen der Saatgutbehandlung/Zusatzprodukte greift er hier auf einen breiten Wissensschatz zurück.
Die theoretischen Grundlagen zum Praxisteil am Nachmittag legte Lukas Baar vom Labor Lehmacher Schneider (LLS). Thema seines Vortrages „Qualitätsprüfung von Rasenflächen im Rahmen der RAL-Gütesicherung (RAL GZ-946 – Sportrasensysteme aus Naturrasen Teil 1 + 2). Dabei ging er insbesondere auf den Prüfungsablauf und weitere Besonderheiten ein. Zudem erweiterte Lukas Baar seinen Vortrag und berichtete kurz zur Überarbeitung der DIN18035-4 – Rasenflächen, die zu den mitgeltenden Vorschriften im Rahmen der Gütesicherung zählen. Das in Osnabrück ansässige und europaweit tätige Prüflabor LLS, bezeichnet den Rasen als „eine seiner großen Leidenschaften“ und ist das einzige FIFA® akkreditierte Prüflabor im deutschsprachigen Raum für Sportrasen und Kunststoffrasen.
Kleine Exkursion
Im Anschluss der Vorträge schloss sich eine kleine Exkursion zum Sporthotel Grünberg an. Hier stand sowohl für Lukas Baar als auch für Sebastian Härtl-Hahn vom INTERGREEN-Partnerbetrieb Schmitt die Darstellung der praktischen Anwendung im Vordergrund. Die Teilnehmenden trotzten dem Regen und lauschten den Erklärungen der beiden Experten; sowohl aus der Perspektive der Fremdüberwachung durch unabhängige Labore als auch mit dem Blickwinkel der Eigenüberwachung durch die ausführenden Betriebe.
Unser herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden, an die Referierenden, an die Teilnehmenden und nicht zuletzt an das Tagungshaus der Bildungsstätte Gartenbau. In diesem Rahmen konnte eine gelungene Veranstaltung stattfinden, an die wir uns gerne zurückerinnern.
„Ich fand die Veranstaltung sehr gelungen. Mein bester Grund hier zu sein, war auf jeden Fall der Austausch innerhalb des Netzwerkes. Ich freue mich, im Nachgang die vielfältigen Impulse in meine Arbeit einzubinden“, so eine Stimme aus dem Kreis der Teilnehmenden.