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"Ein Unwetter und in ein paar Minuten ist alles hin"

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Bild oben: 70 Liter Wasser in einer Stunde pro qm machen aus jedem Spielfeld ein Schlammbad. Bild rechts: Dasselbe Spielfeld vor dem Unwetter.
An der Nordsee wird die Temperatur bis um Jahr 2100 um 2,5 Grad Celsius ansteigen, im Südosten Deutschlands sogar bis zu vier Grad. Hitzewellen wie im Sommer 2003, etwa gleich viel Niederschläge, aber dafür heftige Gewitter sind nichts Besonderes mehr: „Der globale Klimawandel, in dem wir uns befinden, hat definitiv Auswirkungen auf Deutschland“, ist sich Daniela Jacob vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie sicher. „Es wird auch bei uns extrem ungemütlich“.
Während die Sommer eher trocken ausfallen, werden die Winter nach der Analyse der Meteorologin deutlich nasser. Für die Sommermonate zeichnen sich zwei widersprüchliche Trends ab: „Lange Trockenperioden wechseln sich mit sintflutartigem Regen ab“, meint Mojib Latif vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften der Universität Kiel. Im Winter weht der Wind mehr aus Westen und bringt Stürme nach Deutschland. „Insbesondere in West- und Süddeutschland häufen sich dann die Überschwemmungen“, meint der Meteorologe. „Weite Landstriche stehen ab 2050 doppelt so häufig unter Wasser wie heute.“ Sportplatzbetreiber müssen schon heute mit Situationen klar kommen, die vor noch nicht allzu langer Zeit undenkbar gewesen wären. Heftigste Niederschläge in kürzester Zeit und extreme Trockenperioden mit hohen Temperaturen kennzeichnen hier die Extreme.

Doch was ist zu tun, wenn der Fall der Fälle tatsächlich einmal eingetreten ist?
Wie kann man den Schaden begrenzen und wo gibt es Zuschüsse zum Wiederaufbau?
Welche technischen Maßnahmen kann man ergreifen um möglichst gut für solche Katastrophen aufgestellt zu sein?
Am Beispiel des ETSV Hainsbach, der im Sommer des letzten Jahres von einem Unwetter heimgesucht wurde, werden Hilfs- und Lösungsansätze aufgezeigt.

„Erst die Regenmassen, dann die maßlose Hitze“
  Zuerst verwüstete ein Unwetter den neugebauten Sportplatz, anschließend erschwerte extreme Hitze die Arbeiten 
unwetter_003 Am 16. Juni 2006 brach die Katastrophe über den ETSV Hainsbach herein. Bis dahin war die Welt noch in Ordnung: Mit sehr viel Eigenleistung und hohem finanziellem Aufwand war oberhalb des Hauptplatzes ein neues Trainingsgelände angelegt worden. Die Arbeiten für das große unwetter_004
Sportwochenende mit Einweihung des neuen Platzes waren in vollem Gange, als eine Unwetternacht die Vorfreude in blankes Entsetzen wandelte.

Was war geschehen?

Ein Unwetter lies in nur einer Stunde circa 70 Liter Wasser pro Quadratmeter auf den Sportplatz und die umliegenden Felder niedergehen. Daraufhin sammelte sich soviel Wasser und Schlamm an, dass ein Wasserdurchlass, der normalerweise auch größere Mengen des ankommenden Regenswassers ableitet, nicht mehr aufnahmefähig war.
Durch den Rückstau wurde etwa die Hälfte des Trainingsgeländes überflutet, bis zu dreißig Zentimeter dick legte sich dort der Schlamm auf dem Spielfeld ab. Alle Versuche freiwilliger Helfer, diesen per Hand, mit Wasser aus Feuerwehrschläuchen oder maschinell zu beseitigen, scheiterten.
Auch das Hauptspielfeld wurde mit dem verhärtendem Schlamm überzogen, der sich beim nächsten Regen wieder in eine lehmschmierige Masse verwandelt. Gut dreißig Zentimeter hoch stand das Wasser auf den Tennisplätzen im Talgrund. Nachdem das Wasser abgeflossen war, blieb auf den Spielfeldern eine zentimeterdicke Schlammschicht zurück, die mühsam abgetragen werden musste.
Wie ging es weiter?
unwetter_005 Durch den INTERGREEN®-Partner Hilgers GmbH & Co. KG und dem Architektur- und Planungsbüro Würstl wurde die Höhe des Schadens und die Kosten der zur Beseitigung festgestellt. Ein Planungsbüro zeigte in einem Gutachten die notwendige Größe der zu ergreifenden Maßnahmen auf, um die Sportplätze in Zukunft vor solchen Unwettern abzusichern.
Wer zahlt das alles?
Die Neuanlage des Trainingsgeländes und Sanierung des Hauptspielfeldes wurden vom Freistaat Bayern und dem Bayerischen Landessportverband bezuschusst. Zum Zeitpunkt der Katastrophe waren die Zuschüsse noch nicht ausgezahlt. Das heißt: Zur Last aus dem Neubau und der Sanierung waren nun auch noch zusätzlich circa 100.000 Euro zur Beseitigung der Schäden aufzubringen.
Der ETSV-Vorsitzende Ludwig Passreiter nahm daraufhin Kontakt mit der Abteilung Staatsmittel bei der Landesregierung in München auf um eventuell finanzielle Unterstützung aus dem Katastrophenfonds für die Behebung der gewaltigen Schäden zu erhalten. Desweiteren schrieb er den BLSV (Bay. Landessportverband) an um Hilfe in dieser prekären Situation zu erhalten.
Nach einer Ortsbegehung und Prüfung des Vorgangeswurden dem ETSV 50% der Kosten in Höhe von 135.000 Euro innerhalb von zwei Wochen als Hilfe bewilligt. Der BLSV zahlte somit gesamt 67.500 Euro als Hilfe aus.
Welche Maßnahmen wurden ergriffen?
Um die Sportplätze möglichst schnell wieder in einen bespielbaren Zustand zu versetzen, waren eine Reihe von Maßnahmen nötig. Zunächst mussten durch den INTERGREEN®-Partner Hilgers GmbH & Co. KG der Schlamm beseitigt und eine Rasentragschicht wiederhergestellt werden. Der untere Platz wurde durch einbringen von Sand und der obere Platz durch Rollrasen schnell wieder in einen bespielbaren Zustand versetzt. Und hier passierte das Unglaubliche: Nach dem Verlegen des Rollrasens setzte eine extreme Hitze ein, so dass der Rollrasen mit Unmengen von Wasser vor dem Austrocknen geschützt werden musste.
Fazit: Innerhalb von 3 Wochen konnte der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden und innerhalb von 8 Wochen waren alle Plätze wieder in einem Zustand, als wäre nie ein Unwetter über sie hereingebrochen. Durch rechtzeitige Intervention bei den richtigen Stellen wurde die Sanierung durch finanzielle Zuschüsse unterstützt.

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